Pöhl Stefan: Lernbiographien von ErwachsenenbildnerInnen. Lebensgeschichtliche Einbettung der erwachsenenbildnerischen Lern- und Lehrgegestände von vier Südtiroler EwachsenenbilderInnen. (Diplomarbeit) Innsbruck 1998.
Verortung
des Themas im Feld der Biographieforschung
Beim
Thema “Lernbiographien [Lernbiografien] von ErwachsenenbildnerInnen.
Lebensgeschichtliche Einbettungen der erwachsenenbildnerischen Lern- und
Lehrgegenstände von vier lehrenden Südtiroler
ErwachsenenbildnerInnen” handelt es sich um:
- Biographieforschung
in der Erwachsenenbildung
- Biographisch
orientierter Professionsforschung – nach einer Benennung von KADE /
NITTEL (1997). Beforscht werden also die Erwachsenenbildner selber, und nicht
das Klientel der Erwachsenenbildung.
- Lehrende
Erwachsenenbildner werden beforscht, also Kursleiter. Nur in der Organisation
von Erwachsenenbildungseinrichtungen (als “Pädagogische
Mitarbeiter”) tätige Erwachsenenbildner interessieren nicht.
- Allgemeine
und berufliche Erwachsenenbildung, das sind die Tätigkeitsbereiche dieser
Erwachsenenbildner.
Die
Frage nach den Lernbiographien [Lernbiografien] ist keine nur spezifisch
für die Personengruppe der ErwachsenenbildnerInnen relevante Frage, wie
etwa die Frage Elisabeth BRUGGERs (vgl. 1991b) nach dem Berufsbild von
ErwachsenenbildnerInnen in Österreich. Die Frage nach den Lernbiographien
[Lernbiografien] läßt sich gleichermaßen an das Klientel der
Erwachsenenbildung stellen. Beim Klientel der ErwachsenenbildnerInnen
interessiert diese Frage im Rahmen von biographiebezogener Teilnehmerforschung
in der Erwachsenenbildung, um deren Lernen auf die Spur zu kommen und um daraus
Rückschlüsse für das Lehren in der Erwachsenenbildung zu
gewinnen. Daraus ergibt sich u.a. der lebensgeschichtliche Ansatz in der
Erwachsenenbildung.
“Dieser
lebensgeschichtliche Ansatz kann folgendermaßen beschrieben werden:
Lernprozesse werden organisiert, indem man von der allgemeinen Erfahrung des
einzelnen ausgeht und auf diese aufbaut.” (BRUGGER 1991b, 62)
FINGER
/ BAUSCH rechtfertigen eine forscherische “Gleichbehandlung” von
ErwachsenenbildnerInnen und TeilnehmerInnen der Erwachsenenbildung.
“Weiterführende
biographische Untersuchungen bei bis jetzt ungefähr 60 erwachsenen
LernerInnen (d.h. Erwachsene, die an Weiterbildungsveranstaltungen teilnahmen)
zeigen, daß sich deren Bildungsprozesse nicht von denjenigen der
ErwachsenenbildnerInnen unterschieden.” (FINGER / BAUSCH 1991, 107)
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