Pöhl Stefan: Lernbiographien von ErwachsenenbildnerInnen. Lebensgeschichtliche Einbettung der erwachsenenbildnerischen Lern- und Lehrgegestände von vier Südtiroler EwachsenenbilderInnen. (Diplomarbeit) Innsbruck 1998.
Themabezogene
Interpretation der Biographien
Die
Umsetzung der Fragestellung nach der lebensgeschichtlichen Einbettung der
erwachsenenbildnerischen Lern- und Lehrgegenstände bei den untersuchten
ErwachsenenbildnerInnen geschieht hier mit einer Reihe von Hypothesen.
Unausgesprochen implizieren diese Hypothesen eine Grundhypothese: DASS es sich
bei der Wahl der erwachsenenbildnerischen Lern- und Lehrgegenstände nicht
um Zufall handelt, sondern daß klare Zusammenhänge zwischen den
erwachsenenbildnerischen Lern- und Lehrgegenständen und der
Lebensgeschichte erkennbar sind. Mit Lebensgeschichte ist dabei konkret die
Interpretation des lebensgeschichtlichen Gesprächs nach der Theorie des
narrativen Interviews gemeint bzw. die daraus interpretierten
“Motive”, “Themen” und die “biographische
Gesamtformung” (siehe vorhergehenden Abschnitt). Auf den darin erstellen
Gesamtzusammenhang der Biographie wird hier nur mehr partiell auf die für
das Thema bzw. die Fragestellung relevanten Berichte zugegriffen.
Hier
eine Übersicht der Hypothesen, die durch ihre Struktur eine Matrix mit den
Unterthemen (vertikal) und sich wiederholenden Unterpunkten (horizontal)
ergeben. Die Unterthemen setzen dabei das Thema der lebensgeschichtlichen
Einbettung der erwachsenenbildnerischen Lern- und Lehrgegenstände um,
indem sie der Entwicklung des Lern- und Lehrgegenstandes im Lebenslauf folgen
und diese Entwicklung in 3 Etappen einteilen. Daß die vorangegangene
Interpretation nach der Theorie des narrativen Interviews auch dem Lebenslauf
folgend vorgegangen ist kommt dieser Struktur der Unterpunkte natürlich
zugute. Die Unterpunkte stellen eine Binneneinteilung dieser Etappen dar, ihnen
sind die Hypothesen zugeordnet.
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(Erwachsenenbildung
allgemein)
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Grund
(Erwachsenenbildung Lehre)
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Entwicklung
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Lern-
/ Lehrstil, Didaktik
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Lerngegenstand
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- Beschreibung
des Auftauchens
- wichtigere
biographische Funktion beim Auftauchen
=
spezifischer Grund
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- * aktive
Qualitätsverbesserung
=
WAS,
der Inhalt
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- * biographieabhängiger
positiv erfahrener Lernstil, Didaktik
=
WIE
gelernt wurde
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- * Einstieg
wegen bedeutsamer biographischer Erfahrung
- Erwachsenenbildung
nicht ursprünglich gewußte Tätigkeits-Option
- Einstieg
wegen akuter ökonom. Notwendigkeit
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- * Grund
für Lehre: Kompetenzbewußtsein
- Grund
für Erwachsenenbildung (und nicht Lehre in Schule):
persönlichkeitsbedingt
- Grund
für Erwachsenenbildung (und nicht Lehre in Schule): Vorbild
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- * sich
lehrkompetent erachten
- wichtigere
biographische Funktion
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- * weitere
Qualitätssteigerung
- professionelle
Einstellung entsteht
- Ausweitung
auf benachbarte Gebiete
- ungern
in Pension gehen
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- * positiv
erfahrene Didaktik wird eigene Didaktik
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Die
Hypothesen entstammen zum Teil meinen “Vorurteilen” und zum Teil
aus den ersten Interviews. In Kenntnis der unten dargestellten Reihenfolge der
Auswertung und in Kenntnis der erzähl- und biographietheoretischen
Interpretation der Interview wird es auch verständlich, warum gerade diese
Hypothesen postuliert wurden.
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Die
Reihenfolge der biographischen Interviews
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Die
Reihenfolge der Auswertung
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- W39
im Juli 1997
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- 1. W39
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- 2. M53
und ...
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- 2. W54.
Arbeit an den Hypothesen
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- 3. W54
im Juli 1997, am gleichen Tag
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- 3. M53
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- 4. W42
im November 1997
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- 4. M42
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© 1998 